Dr. Roland Forster

Kurz & Bündig

Ihre Stimme
Bei allen Kommunikationsleistungen sollte Ihre Stimme anstrengungsfrei funktionieren, belastbar sein und auch noch wohlklingend – ziemlich hohe Anforderungen also.
Dabei muss man wissen, dass die Stimme gewissermaßen genetisch festgelegt ist; trotzdem ist das, was wir mit der Stimme veranstalten - die Stimmführung, der Klang der Stimme, der richtige 'Sitz' – trainierbar und damit veränderbar.
Es muss also nicht sein, dass jemand leise und verhaucht spricht bis zum Lebensende, nur weil er oder sie irgendwann damit angefangen hat. Genau so ist es kein festgelegtes Schicksal, bei Präsentationen mit so viel Druck und Anstrengung und schnell auch Heiserkeit zu reden, dass nach zehn Minuten die ersten Zuhörer unruhig werden, sich mit anderen Dingen beschäftigen, abschalten – die Anstrengung, einer gewissermaßen beschädigten Stimme zuzuhören, ist einfach zu groß.
Was das für Präsentationen bedeutet, liegt auf der Hand. Im Extremfall kann ein Hörer einer solchen Stimmleistung anschließend selbst heiser sein – obwohl er kein Wort gesagt hat.
Bezieht man noch ein, dass Vortragende sich gut überlegen sollten, was sie vor der rednerischen Leistung oder mittendrin trinken, wird klar, wie komplex dieses Teilthema ist: Säfte wirken adstringierend (Apfel) oder verschleimend (Orange), Kaffee und Tee trocknen aus, Mineralwasser mit viel Kohlensäure steigert höchstens den Unterhaltungswert der Präsentation – also: Wasser pur ist angesagt.

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